Aus unseren Sitzungsprotokollen:
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«Koni Nordmann gewinnt mit Bravour den jährlichen ‹Kontrast›-Wettbewerb, durchgeführt anhand eines Fotokalenders mit nationalen Sehenswürdigkeiten. Er erhält eine Cresta-Schoggi.»
23. Februar 2006
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«8 Ja / 1 Enthaltung bei Abstimmung über Josefstrasse als mögliches neues Domizil. Wir stellen fest, dass wir funktionieren und gut sind. Was wäre jeder und jede von uns ohne unsere Firma?» 30. März 2006
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Fabrikzeit — Kontrast-Palmares: Wir sind gut
Und natürlich gewinnen wir in dieser Zeit auch Auszeichnungen. Nadine Olonetzky zieht 1997 mit einem soeben gewonnenen Werkbeitrag für Literatur des Kantons Zürich bei uns ein. 2002 gewinnt sie zudem den Preis der Curt und Marianne Dienemann-Stiftung. Christian Schmidt erhält ein Stipendium der Christoph-Eckenstein-Stiftung sowie zwei Auszeichnungen für Reportagen im Rahmen des Hansel Mieth-Preises. Zudem werden mehrere Bücher des Verlags KONTRAST mit dem Prädikat «schönste Bücher der Schweiz» geehrt.
In dieser Zeit stellen wir wieder einmal ein grosses Fest auf die Beine. Es hätte eigentlich 1999 stattfinden und unser 10-jähriges Firmenjubiläum werden sollen. Da wir aber wieder einmal etwas Verspätung haben, findet der Anlass 2005 statt. Dafür mit viel Aufwand und Getöse.
Wir mieten eine 600 Quadratmeter grosse Halle auf dem Maag-Areal. Martin Peers Bruder Valentin macht ein grossartiges Catering für mehrere hundert Leute. Es gibt Filme, Disco und Barbetrieb. Auf die Wände projizieren wir unsere eigenen Werke. Eine rauschende Nacht, die wieder einmal beweist, was wir können. Wenn wir nur wollen …
Im Maag-Areal bleiben wir bis 2006. Wir verlassen es mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Lachend, weil es auf dem Areal langsam ungemütlich wird: Die Baumaschinen warten. Unser Gebäude soll zwar stehen bleiben, doch rundherum wird für den Bau des höchsten Hochhauses der Schweiz alles abgerissen – inklusive unserer geschätzten Kantine mit Gartensitzplatz.
Mit Tränen verlassen wir die Hardstrasse 219, weil damit auch eine Ära zu Ende geht: die Ära der grosszügigen Fabrikhallen, des eigenen Fotolabors – und unserer Jugend. Die Kontrast-Gründer sind mittlerweile alle über vierzig, ja teils bereits über fünfzig. Doch insgesamt sind die meisten Members begierig auf einen Tapetenwechsel, verbunden mit der Hoffnung auf neuen Schwung.
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