unmöglichen Versuch, als flüchtiges Live-Medium zwischen zwei Buchdeckel gepresst zu werden.»

Alfred Schlienger, Neue Zürcher Zeitung

FORTSETZUNG BUCHBESCHRIEB | DAS BESTE KOMMT NOCH

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EINBLICKE | DAS BESTE KOMMT NOCH

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Ensemble

«auf die Bühne bitte
los geht's
Anfangen
hoch den Lappen
Vorhang
Licht aus
so geht's wirklich nicht
das ist ja grauenhaft
hat schon sehr viel Gutes
wenn das so weitergeht
Konzentration
Wie bitte ohne Kostüm
so kann ich nicht arbeiten
Text
Lauter
ich habe vierzig Franken bezahlt
der hat doch da auch mitgespielt
ein sehr interessantes Stück
wie soll ich das spielen
ich bin doch eigentlich mehr
komm doch vom
Du kommst von links
warum immer diese Rollen
mein Leben im Off
Biographie erster Teil
jeder muss mal unten
Anfangen endlich
jetzt stellen die auch noch Stühle rein
direkt vor die Nase
im Schauspielhaus wär das
überhaupt dieser Spielplan
Projekte immer wieder
Projekte
Ensembleprojekte
Wo ist der Autor
Was will er uns sagen
Was die
ohne Begabung
Womit will der das spielen
ich lass mich doch hier nicht
ich reise ab
es gibt andere Theater
Haben Sie auch was Klassisches
nur kurz
Dankeschön
Wir rufen Sie an
Schon vorbei
Weisst du noch
die Scheinwerferpanne
Eigentlich schade»

Hanspeter Müller, Mitglied des Ensembles


Kaum etwas ist für eine Autorin, die zum ersten Mal fürs Theater schreibt, ernüchternder und erschreckender zugleich, als diejenigen Sätze, die man nur mit dem inneren eigenen Ohr gehört hat, diejenigen Biographien, die man sich bloss halbwegs, fragmentarisch und ungenau ausgedacht hat, auf der Bühne verkörpert zu sehen und zu hören. Ernüchternd, weil das eigene Ungenügen so offensichtlich wird und man dauernd den Schauspielerinnen und Schauspielern jene Texte soufflieren möchte, die man eigentlich hätte für sie schreiben wollen, und die, sitzt man wieder zu Hause am Schreibtisch, sich schon wieder verflüchtigt haben, weil sie nicht mehr einem selbst gehören, sondern den realen Personen, die auf der Probebühne stehen und sich lustvoll oder verzweifelt (bei «Welcome Home» leider überwiegend) bemühen, die Leerstellen im Text auszufüllen. (Nach der letzten Vorstellung wurde mir zugetragen, siebzig Prozent der Probenzeit sei verschwendet worden mit der Erörterung der allgemeinen Weltlage und den persönlichen Befindlichkeiten der beteiligten Personen; das muss ich zum grössten Teil auf meine Kappe nehmen, da sich die Schauspielerinnen und Schauspieler vom Text nicht getragen fühlten.) Erschreckend, weil die Figuren, die beim Schreiben im Luftraum der Phantasie atmeten, weder grüne Socken trugen noch Muttermale hatten, trotz allen Schwierigkeiten der Umsetzung so real und konkret werden, dass man mit ihnen Kaffee trinken, sich über ihre Schweissfüsse ärgern oder sich sogar in sie verlieben könnte, als seien sie einem vollkommen fremd.

Ruth Schweikert

LESEPROBEN | DAS BESTE KOMMT NOCH

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Stuttgarter Zeitung, Gerhard Mack
«Am Anfang waren sie Kamikazekämpfer, dann schrieben sie Theatergeschichte.»

 Neue Zürcher Zeitung,  Alfred Schlienger 
«Wann hat man zum letztenmal so angeregt, so freudig und, ach ja, auch ein bisschen traurig in einem Buch geblättert?»

Tages-Anzeiger, Peter Müller   
«In der alphabetisch geordneten, reich illustrierten Hinterlassenschaft kommen natürlich der Verwaltungsrat und die Direktion zu Wort, aber auch Ensemble und Autoren wie Thomas Hürlimann, Ruth Schweikert und Urs Widmer. Die Geschöftsleiterin liefert wichtige Zahlen, die Kassiererin herzliche Anekdoten, und die Dramaturgie glänzt mit einem urkomischen Dramolett. Kulturpolitiker, Sponsoren, Kritiker und Beschwerdebriefschreiber vervollständigen den originellen Rückblick.»

Neue Luzerner Zeitung, Günther Fässler    
«Die Dokumentation von sechs Jahren Arbeit besteht wie Häusermanns Abschied aus Abfall, ist aber wunderbar gearbeitet. Ein Abenteuer für Aug und Ohr ist's, eine Chaosordnung mit Bildern, Briefen, Protokollen und einer Überleitung des neuen Leitungsduos Dünsser/Kukla.»

  

ECHO | DAS BESTE KOMMT NOCH

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