. und immer wieder eines festgestellt: Das war früher ganz anders. Für einmal aber war es nicht besser. Man sieht es ihren Bildern an. Sie dokumentieren mit viel Witz und grossem Können die Innen- und Aussenwelt der Herbergen mit Kultstatus für Jung und Alt.

Das Logo der Jugendherbergen ist weltbekannt: die Tanne neben dem Haus. Seit Generationen führt es Wanderfreunde und Globetrotter zu günstigen Unterkünften. Das Logo findet sich auch auf dem Buchumschlag, eingefasst vom neuen Bettwäschestoff, in dem in den Schweizer Jugendherbergen geschlafen wird.

 

FORTSETZUNG BUCHBESCHRIEB | SCHWEIZER JUGENDHERBERGEN

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EINBLICKE | SCHWEIZER JUGENDHERBERGEN

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Rendezvous am Mittag, SR DRS 1, 2006 [mp3]

 

St. Galler Tagblatt, 2006
Herberge zur Vielfalt
«Schloss, Berghütte, Stadthaus, Strandpavillon: Jede Jugendherberge hat ihren eigenen Charme, wie ein Bildband eindrücklich dokumentiert.

‹Schweizer Jugendherbergen› ist eine grossartige Dokumentation der Vielfalt. Trutzige Schlossburgen, lauschige Pavillons am See, heimelige Berghäuser, noble Stadtpalais: An den verschiedenartigsten Gebäuden prangt das weltbekannte Logo mit der Tanne neben dem Haus. Gemeinsam haben all diese Häuser die Philosophie der preisgünstigen Beherbergung und das Bettwäsche-Design von Nava Sutter (das als Stoffmuster auch auf dem Buchumschlag Verwendung fand), sonst aber leben die Jugendherbergen von ihrem eigenen, individuellen Charme. Ein wunderbarer Kontrapunkt zum Mc-Donalds-Denken, wie das Buch eindrücklich zeigt.

Van Grondel und Frei zeigen Aussen- und Innenaufnahmen, Ein- und Ausblicke. Schlaf- und Badezimmer, Küchen und Essräume, Stilleben mit Pingpong-Tischen und Tschüttelikästen, Detailansichten mit Holztäfer, zwei Wandleuchten und zwei Bildern hier oder im Sonnenlicht wie Leuchtdrähte glimmende Wäscheleinen dort. Durch diese reduzierte Bildsprache werden die Objekte zu Metaphern für das Leben in den Jugendherbergen, für das Funktionieren dieser Institution: Zu Sinnbildern für Essen und Gemeinschaft, für Schlaf, Entspannung und Erholung, für das Wohlgefühl, sich nach einer anstrengenden Reise frisch geduscht in einen Garten zu setzen.

Das querformatige Buch von 150 Seiten Umfang zeigt, von zwei oder drei Ausnahmen abgesehen, keine Menschen. Räume, Liegewiesen und Balkone sind leer, das sieht aus nach einem Widerspruch zur Bestimmung der Jugendherbergen als Orte der Gemeinschaft. Aber genau die Leere macht den besonderen Reiz dieser Fotos aus: Die scheinbare Verlassenheit lässt dem Betrachter Raum für Assoziationen, ja, sie erweckt erst eigene Erinnerungen zum Leben (und wer hätte die nicht bei diesem Thema?). [...]»

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