… Denkmäler selbst in ungewohnter Umgebung neu auftauchten. Das Buch zieht in Text und Bild eine Bilanz der umstrittenen Aktion und gibt überraschende Ausblicke in die Zukunft des urbanen Raums.

FORTSETZUNG BUCHBESCHRIEB | EIN FLÜCHTIGER SOMMER IN ZÜRICH

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EINBLICKE | EIN FLÜCHTIGER SOMMER IN ZÜRICH

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Mit Beiträgen von:
Stanislaus von Moos, Kunsthistoriker
Jan Morgenthaler, Kurator Aktion TRANSIT 99
Rudolf Schilling, Direktor Hochschule für Gestaltung, Zürich
Christian Schmid, Stadtgeograf
Patrick Straumann, Publizist
Jakob Tanner, Historiker
Dieter Ulrich, Kunsthistoriker
Sigrid Weigel, Literaturwissenschafterin
Maja Wicki, Philosophin, Psychoanalytikerin
Beat Wyss, Kunsthistoriker

(aus: Zürich und die Kultur des Kunstverzichts. Von Stanislaus von Moos, Kunstkritiker)
«Ein Haushalt wird aufgelöst, die kostbaren Erbstücke werden unter die Angehörigen verteilt, und was niemanden interessiert, wird auf den Estrich gestellt oder vom Altwarenhändler abgeholt. Auch Städte sind Haushalte, und auch dort ist das Mobiliar nicht ein für allemal auf seinem Platz; heute weniger denn je. Man denke an Berlin, 1989: Erich Honecker war kaum abgereist, und schon begann die Demontage der zahlreichen Hausaltäre zu Ehren der von der Aktualität überrollten Väter des Sozialismus. Man wünschte sich, die versammelten Werke heute auf einem 'Denkmalfriedhof' irgendow am Rand der deutschen Hauptstadt studieren zu können.

Man sagt gern, Zürich sei eine nüchtern und rechnerisch veranlagte Stadt. Immerhin hat sich diese Stadt den beträchtlichen Luxus geleistet, das, was nur eine Flugstunde entfernt als unerbittlicher Ernstfall über den Denkmälerbestand hereinbrach, als künstlerische Aktion durchzuführen: als ästhetisches Experiment zum Thema Bildersturm. Die Standbilder von Zwingli, Waldmann, Pestalozzi und Escher sollten dabei wie anderswo diejenigen Marxens, Engels' und Lenins zumindest kurzfristig das Feld räumen.»

Fritz Billeter, Kunstkritiker
«Transit 1999 durchbricht das depressive Klima, das seit Jahren in dieser Stadt herrscht.»

Leserbrief im «Tages-Anzeiger»
Dürfen wir uns erlauben, diese Denkmäler zu schänden, indem wir die Figuren vom Sockel heben?


LESEPROBEN | EIN FLÜCHTIGER SOMMER IN ZÜRICH

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Neue Zürcher Zeitung, Sibylle Omlin   
«Musil hatte recht, als er anmerkte, das Auffallendste an den Denkmälern sei, dass man sie nicht bemerke. Kaum war in der Stadt Zürich bekannt, dass die Denkmäler von Waldmann, Zwingli, Pestalozzi und Escher durch das Kunstprojekt ‹Transit› in den Kreis 5 verschoben würden, ging das Geschrei los. Kaum war die Aktion vorüber, standen die vier Denkmäler wieder an ihrem Ort, fielen in ihre angestammte Unsichtbarkeit zurück. […]
Das Buch bemüht sich nicht um eine objektiv dokumentarische Darstellung, sondern um eine sehr persönliche Rückblende der Projektverantwortlichen und Beteiligten, in der auch den politischen Reaktionen der Gegnerschaft, den Medien und Einzelreaktionen von Bürgerinnen und Bürgern der Stadt, schliesslich auch der Kritik des Stadtpräsidenten selber Raum gegeben wird.»


ECHO | EIN FLÜCHTIGER SOMMER IN ZÜRICH

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