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Aus unseren Sitzungsprotokollen:

 

 

«Ursi Schachenmann legt irgendeinen Zettel ad acta und freut sich auf die Twin-Peaks-Folge von heute Abend.»
29. Oktober 1991

 

«OUT sind kalte Fruchtwähen. OUT sind Optigal-Poulets mit der dicken Haut.»
27. August 1990

 

«Wie können wir noch besser werden? Beschluss: An jeder Bürositzung werden wir künftig unsere eigenen Arbeiten vorstellen und entsprechend loben bzw. kritisieren.» 25. Juni 1991

 

 


«Martin Peers Sohn Anatol stört die Sitzung mit einem Auswurf auf das Hemd seines Vaters.» 20. Dezember 1991

Gründerzeit — Der Anfang: Es funktioniert!

 

Schon nach kurzer Zeit haben wir uns eingelebt. Und das Geschäftsprinzip bewährt sich. Die Aufträge kommen, alle sind ausgelastet. Das Atelier wird zur geschätzten Basis: Man geht gerne in die Ferne und kommt gerne hierhin zurück. Wir diskutieren unsere Arbeiten und planen Verbesserungsmöglichkeiten. Gleichzeitig suchen wir nach Wegen, um uns im Markt besser zu positionieren.


So überlegen wir uns, einen Agenten oder eine Agentin anzustellen, um unsere Arbeiten mehrfach verwerten zu können, sehen aber schliesslich davon ab. Zur Selbstpromotion führen wir aber regelmässig Apéros durch, zu denen wir neben unseren Auftraggebern auch Kollegen und Kolleginnen einladen. Es kommen regelmässig 500 Leute.

 

Gleichzeitig ist es die Zeit der totalen Selbstverwaltung: Es gibt Strichlilisten für alles und jedes, vom Kaffee über Mineralwasser bis zu Faxseiten; alle haben ein Ämtli, am Mittag wird abwechslungsweise gekocht – und natürlich gibt es einen Putzplan. Kontrast ist eine Familie ohne Bande.


In den ersten sechs Jahren erhalten wir einige Verstärkung. Zu uns stossen Brigitte Hürlimann, Silvana Ceschi, Urs Gysling und Peter Pfrunder im Bereich Text sowie Iren Monti und Yvonne Griss als Fotografinnen.


Brigitte Hürlimann verlässt uns nach drei Jahren wieder, um in Fribourg Jus zu studieren. Sie ist inzwischen Redaktorin bei der NZZ. Neue Wege gehen auch Heidi Stutz und Catherine Duttweiler. Heidi wird Mutter und beginnt, Wirtschaftsgeschichte zu studieren; heute ist sie in der Geschäftsleitung des Büros für arbeits- und sozialpolitische Studien BASS. Catherine beginnt eine Karriere auf verschiedenen Zeitungs- und Magazinredaktionen, die sie aktuell auf den Chefsessel des Bieler Tagblatts führt.

 

 

up weiter mit: Gründerzeit – Das erste Buch: Kopp & Kopp
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