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Aus unseren Sitzungsprotokollen:


«Martin Peer fehlt und wird sehr vermisst. Frederic Meyer macht ein Gruppenfoto, das wir ihm schicken.» 28. Mai 2009

 

 

«Ursi Schachenmann, Inhaberin eines ½-Ämtlis in Sachen Küchenpflege, würde von Herzen gern ihren Anteil loswerden. Sie sagt: ‹Ich bin nicht locker genug. Ich halte dieses Puff einfach nicht aus.› Ihr Antrag wird mit Akklamation abgelehnt.»
29. Oktober 2009

Quartierzeit — Martin Peer: «Ich hatte ein gutes Leben»

 

Mitten in diese Emsigkeit erhalten wir eines Tages im Frühjahr alle eine E-Mail mit dem Betreff «schwere Krankheit». Noch wenige Tage zuvor war Martin Peer an unserer Bürositzung wie immer mit seinen ironisch-bissigen Bemerkungen aufgefallen, und nun muss auch er, wie Jahre zuvor unser Mitglied Yvonne Griss, sich mit der Diagnose Krebs auseinandersetzen.


Es ist ein Kampf, den Martin meistens mit einer unglaublichen, bewundernswürdigen und geradezu stoischen Gelassenheit führt. Er sagt: «Ich hatte ein gutes Leben. Ich konnte stets tun, was ich wollte und mir persönlich wichtig war. Nun hat es mich getroffen. Ich frage nicht, weshalb.»


Wir begleiten Martin, so gut wir können und so nah er es zulässt. Oft zieht er sich in den Schutz der Familie zurück und ist nur an den Wochenenden im Atelier, wenn weniger Betrieb ist. Anfangs 2009 lädt er zu einem Rückblick auf sein Schaffen ein und zeigt die Tonbildschau «Leben im Norden», eines seiner ersten Werke. Wir wissen nun alle, dass nur noch wenig Hoffnung bleibt.

 

Martin stirbt am 20. Juli 2009. Die Erinnerungstexte an ihn, gelesen an der Abdankung, finden sich hier.

 

Ende 2009 feiern wir unser 20-jähriges Bestehen. Wir werden es, sobald die Temperaturen wieder steigen, mit einem gemeinsamen Ausflug begehen. Eine Art Betriebsausflug also. Feste, Apéros haben wir schon viele gemacht, eine kleine Reise aber noch nie. Wir überlegen eine Zeit lang, sie mit etwas «Betriebspsychologie» zu verbinden, um unser Klima zu analysieren, lassen es aber bleiben. Wir wollen einfach feiern. Dass es uns seit 20 Jahren gibt. Dass wir uns – meistens – mögen. Dass wir eine Gemeinschaft sind, die funktioniert.

 

Das ist Grund genug, und es ist ein guter Grund.

 

 

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