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«Es kam eine Phase, in der der Schlaf während fünf aufeinanderfolgenden Nächten streikte. Die Konzentration liess von Tag zu Tag nach, der körperliche Energietank war leer, die Nerven lagen blank: Gewohnte Töne wie das Klingelzeichen des Telefons wurden zu Schreckmomenten. Schliesslich beherrschte mich die Angst, den Verstand zu verlieren, wenn der Kopf nicht zur Ruhe käme. Doch dieser muss selbst einen Ausweg gesucht haben: Die Erinnerung an diese Tage ist in Nebel gehüllt. Es schien, als gehörte ich nicht mehr zum Rest der Welt. Währen andere einen Drittel ihres Lebens schlafend verbringen und jeden Morgen einen Neuanfang erleben, war mein Schlaf verloren gegangen. Morgens war ich dieselbe, die ich abends auch gewesen war. Das ist schwer zu ertragen, man braucht Pausen von sich selbst.» aus: «Aus der Welt des Schlafs», Buchverlag Neue Zürcher Zeitung, 2009 |
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