«Die Fotokamera ist eine Muster­erkennungs­maschine,
ja sie ist die Maschine zum ornamentalen Sehen schlechthin. Sie bringt das räumliche, sukzessiv fliessende Leben in einem Rechteck oder Quadrat unter. Sie macht so aus runden, hohen Bäumen und tiefen, nassen Meeren und aus feder­leichten Wolken, die weit weg im Himmel vorüber­ziehen, eine Anordnung aus verschiedenen Formen und Farben in der Fläche.»

Aus: «Zwiegespräch zwischen Pinsel und Kamera – Cécile Wicks Musterbuch der Existenz»,
in: Cécile Wick. Colored Waters, Verlag Scheidegger & Spiess, 2011.


Nadine Olonetzky, (*1962 in Zürich), Kulturjournalistin BR, Autorin und Lektorin im Verlag Scheidegger & Spiess. Ausbildung an den Schulen für Gestaltung Basel und Zürich, Volontariat auf der Redaktion der Kulturzeitschrift «du», Weiterbildung in Volkskunde und Fotografiegeschichte. Assistenzen an der Kunsthalle Wien 1994 und am Fotomuseum Winterthur 1995/96. Von 1997 bis 2001 in der Kulturstiftung des Kantons Thurgau für Projekte der bildenden Kunst zuständig. Von 1996 bis 2009 Redaktorin des Kunst-Inserts der Literaturzeitschrift «entwürfe». Schreibt zu Themen aus Fotografie, Kunst und Kulturgeschichte. Lebt und arbeitet in Zürich.

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